Veranstaltung: Ein UFO aus Japan

Mein Name ist Arne Bosselmann, ich arbeite im Museum für Völkerkunde Hamburg im Vermietungsmanagement und Veranstaltungsservice.

Die Arbeit hinter den Kulissen eines Museums ist eine spannende Angelegenheit. Was geschieht dort? Womit beschäftigen sich die Wissenschaftler, Restauratoren, Handwerker und all die anderen Mitarbeiter? Einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit gibt die Veranstaltungsreihe „Ausgepackt Asien“ von Frau Dr. Knödel. Hier kann der Besucher aus erster Hand anschaulich erleben was die Wissenschaftler, in diesem Fall die Asien-Abteilung des Museums, beschäftigt und vor welchen Aufgaben sie stehen. Als nicht-wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums erstaunt mich diese Arbeit immer wieder von Neuem.

„Ausgepackt Asien“ ist eine Veranstaltungsreihe, die den Besuchern unmittelbar Einblicke in die aktuelle Forschung von Frau Dr. Knödel gewährt. Hierfür gibt es ganz verschiedene Formate. Manchmal werden interessante Objekte aus den asiatischen Sammlungen vorgestellt und genauer erläutert, es werden eigentlich unzugängliche Magazine besucht oder, wie heute, werden Objekte, die bis vor kurzem noch ein „UFO“ (unbekanntes Forschungs-Objekt) waren, den Besuchern zum Deuten und Grübeln vorgelegt.

Ich möchte euch einladen, es mir und den anderen Besuchern gleich zu tun. Wir bekommen heute ein UFO vorgesetzt und versuchen zu Beginn der Veranstaltung das Objekt mit unseren Ideen und Kenntnissen zu deuten. Um euch den Spaß am Grübeln nicht zu nehmen werde ich die Auflösung erst in ein paar Wochen posten. So habt ihr Zeit euch Gedanken über das vorgestellte Objekt zu machen.

Frau Dr. Knödel legt uns das Objekt vor. Alles was uns zunächst gesagt wird ist, dass es aus Japan stammt.

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Jetzt muss die Gruppe das Objekt erfassen. Was liegt da vor uns? Mit den ausgegebenen Handschuhen dürfen wir das „Ding“ auch anfassen und dadurch von allen Seiten betrachten. Ein so wertvolles Objekt einmal selbst in die Hand nehmen zu können ist ein spannendes Erlebnis. Wann hat man dazu schon einmal die Gelegenheit. Wir können in die Beschreibung also auch andere Beobachtungen einfließen lassen, als nur die Optik. Sollte ein Teilnehmer schon wissen, was für ein Objekt da vor uns liegt, wird sie/er um Zurückhaltung gebeten. Eine Dame schweigt.

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Zunächst beschreiben wir das Objekt. Wie groß ist es? Wie schwer ist es? Was können wir für Details erkennen? Welche Materialien wurden verwendet? usw…

Ein kurzer Einblick, was unserer Gruppe auffällt: Ein Holzobjekt / Lackarbeiten in schwarz-gold / Ornamente in Wolken- oder Wellenform / Das Objekt wirkt sehr wertig (Frau Dr. Knödel bestätigt, dass es sich um Blattgold handelt) / eine Schnur, die von einer Kurbel durch eine herzförmige Mulde (das Thema wird uns noch beschäftigen) bis zu einem Dorn führt / Der Dorn hat keine Widerhaken oder Ösen / Die Schnur wirkt neu oder unbenutzt / Das Laufrad hat auf jeder Seite eine andere Zeichnung, einmal eine Art Blume und einmal sieht es aus wie Blasen

Nun beginnen wir zu mutmaßen was es für ein Ding das sein könnte. Eine Art Angel? Eine Kurbel für Laternen oder kleine Schiffchen? Alles falsch. Was liegt da vor uns?

Ein Teilnehmer kommt dann recht schnell auf die richtige Lösung. Frau Dr. Knödel lässt uns aber noch etwas weiter raten. Sagen wir es so, es handelt sich um eine Sache, von der ich persönlich zuvor noch nie etwas gehört habe.

Nach etwa 15 Minuten ist die erste Phase vorbei. Frau Dr. Knödel und ihre Praktikantin Frau Zeides bestätigen die Vermutung, die kurz zuvor gefallen war, und beginnen das Objekt zu erklären. Wir erfahren was es ist, warum es so reich verziert ist, welche Bedeutung es hatte und allerlei mehr.

Hier unterbreche ich meinen Beitrag erst einmal. Ich möchte euch nicht den Spaß am Überlegen verderben.

Habt ihr schon eine Idee? Scheut euch nicht, eure Gedanken im Antwortbereich unter dem Beitrag zu schreiben. Ich war jedenfalls ratlos und konnte mir keinen Reim auf das Ding machen.

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Kleiner Bildhinweis: Später bekommen wir ein ähnliches Objekt deutlich neueren Ursprungs mit Gebrauchsspuren zum Vergleich.

Viel Spaß!

P.S.: Und wen es schon in den Fingern juckt, am 4. April um 15 Uhr könnt ihr live dabei sein, wenn ein UFO, diesmal aus Korea, enträtselt wird - natürlich bei uns im Museum für Völkekrunde Hamburg.

 

Veranstaltungen: „Die Generalversammlung der Welt“ im Hörsaal des Museums für Völkerkunde

„Guten Tag“, „Ich bin glücklich“. Das sind einige wenige Sätze auf deutsch, die der Chinese Lobo Chan kennt. Deshalb bleibt er bei dem ihm vertrauten Kantonesisch und berichtet mithilfe eines jungen Übersetzers den aufmerksamen Zuhörern im Hörsaal des Museums für Völkerkunde von seiner Vision: Die gesamte Menschheit, jeder Einzelne der 9 Milliarden Erdenbürger, soll sich 2050 zu einer „Generalversammlung der Welt“ zusammenfinden.

Das Ziel: gemeinsam soll an einer Vision für eine bessere, eine gerechtere Welt nachgedacht werden. Chans Idee klingt verrückt und er muss sich gegen zahlreiche Kritiker zur Wehr setzen, die über das Internet vor Chans Plan warnen – die Konsequenzen könnten, allein was das Gleichgewicht der Erde anginge, fatal sein.

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Was Chan für die Realisierung seiner Idee fehlt, ist in der Tat ein Ort, der die gesamte Menschheit fasst. Australien käme womöglich in Frage, doch wie soll dieses unvorstellbar große Symposium tatsächlich aussehen?

Hilfe kündigt sich mit dem Besuch einer jungen Frau an, die in Argentinien auf die Landschaftsarchitektin Hanna Kaluza gestoßen ist. Diese hat sich mit „El Sujeto“ eine schier unendliche Landschaft konzipiert und erschaffen, ein Stück Erde, komplett vom Menschen erdacht. Lobo Chan fühlt sich in den Geschichten über die wahr gewordenen Visionen Kaluzas in seinem Plan bestätigt, dass alles möglich ist, sofern man es denn versucht

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Hier zeigt sich, dass Chan mit seiner Idee einer Generalversammlung keineswegs vor hat, dem aufmerksamen Publikum einen wahnwitzigen Plan aufzuzwingen. Vielmehr geht es darum, dass wir anfangen sollen, uns bewusst an die Grenzen des für uns Vorstellbaren zu bewegen um uns so die Möglichkeit der Veränderung immer vor Augen halten zu können. Auch wenn uns die Bewegung vielleicht Angst macht, so notwendig ist sie auch für den steten Wandel.

„Wir müssen die Angst überwinden, an einen Ort zu gehen, an dem wir alle Fremde sind – der Rest ist ein Spaziergang“, fasst Chan am Ende dann auch passend zusammen. Wir müssen uns einfach trauen.

Die Uraufführung der Theaterkompanie Meyer&Kowski in Kooperation mit dem Museum für Völkerkunde Hamburg, präsentiert im Rahmen der „LESSINGTAGE 2012 – Um alles in der Welt” vom Thalia Theater wurde mit reichlich Applaus bedacht und ließ jedem im Nachgang genug Raum für seine eigene Interpretation der Vision Chans.

Für die nächsten Termine gibt es noch Karten!

Präsentiert von Meyer&Kowski. Mit Lobo Chan, Anja Herden, Alexander Merbeth

Ausstattung Jörg Kiefel

Vorstellungen noch am Fr 17. und Sa 18. Februar |
Fr 24. und Sa 25. Februar | jeweils 20 Uhr
 

Kartenvorbestellung: T. 040 40187452 und meyerundkowski@web.de
Eintritt: 18 € | erm. 12 € (nur an der Abendkasse)

Von der Premiere berichtete Julia Grosser, Assistentin Marketing und Presse

Gewinnspiel: Das sind die Gewinner!

Die Auswahl war groß und die Entscheidung schwer. Von beeindruckenden Berglandschaften bis zu kuriosen Urlaubsbildern war alles dabei - ihr habt das Nomadische an euch entdeckt.

Schlussendlich konnten wir uns dann aber doch für drei Bilder entscheiden, die uns sehr begeistert und amüsiert haben.

Imke Tegtmeier

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Freia Romanowski

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Ines Gelfert

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Herzlichen Glückwunsch an die drei Gewinnerinnen! Am Montag geht das Überraschungspaket dann auf Reisen. :)

Gewinnspiel: Noch bis zum 31.01. mitmachen!

Nicht mehr lange, dann geht unser Gewinnspiel "Entdecke das Nomadische an dir" zu Ende. Schon jetzt kann man sagen, in jedem von uns steckt wenigstens ein kleiner Nomade.

In Anna-Lenas Fall sind das ihre Eltern, die auf einer Wanderung einen wunderschönen Ausblick über Täler und Berge genießen können.

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Wie sieht's bei euch aus? Mögt ihr auch lange Wanderungen oder das Zuhause auf der ganzen Welt? Entdeckt das Nomadische an euch! Bis zum 31. Januar 2012 könnt ihr uns noch eure Bilder schicken und ein tolles Überraschungspaket gewinnen!

Tag der offenen Tür 2011: Wünsche für das neue Jahr

Das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage alt und ganz langsam zeigt sich, ob Vorsätze eingehalten und Wünsche in Erfüllung gehen. Vielleicht hat ja unsere Wunschecke beim Tag der offenen Tür etwas geholfen. Hier mal ein paar Beispiele, was sich unsere Besucher für das Jahr 2012 wünschen:

Gewinnspiel "Entdecke das Nomadische an dir"

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Weite Wiesen, ein unendlicher Horizont und das kribbelige Gefühl der Freiheit im Bauch - etwas Nomade steckt in jedem von uns. Ungebundensein, immer auf der Suche nach etwas, das man doch nicht findet und am Ende ist einfach der Weg das Ziel. Aber wie drückt sich dieser Wunsch, diese romantische Vorstellung des nomadischen Lebens, in unserem Alltag aus? Das wollen wir mit euch zusammen herausfinden!

Ein altes Flugticket, dreckige Wanderstiefel, ein schiefes Zelt - fotografiert einfach alles, was euch zu Nomaden einfällt und was euch vielleicht mit ihnen verbindet. Schickt uns das beste, fantasievollste und kreativste Bild, eure Anschrift und Email-Adresse an

presse@mvhamburg.de

oder per Post an

Museum für Völkerkunde Hamburg
Abteilung Marketing
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg

Das Gewinnspiel läuft vom 01. bis 31. Januar und die drei besten Bilder werden am 05. Februar zur Ausstellungseröffnung von "Wahlverwandtschaften. Imaginationen des Nomadischen in der Gegenwartskunst." hier auf dem Blog gekürt. Gewinnen können die besten drei Bilder ein gut gefülltes Überraschungspaket!

Ran an die Kameras, Webcams und Handys - entdecke das Nomadische an dir!

Teilnahmebedingungen

Tag der offenen Tür 2011: Hinter den Kulissen

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Praktikantin Sabrina zieht der bisher nackten Wunschbox ein goldenes Kleid an. Die letzten Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür 2011 laufen auf Hochtouren. Geplant sind Lesungen, Führungen - und wer genau aufpasst, findet vielleicht ein kleines Zettelchen an einer weisen Gottheit.

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Kurz vor 10 Uhr sieht die Wunschecke noch so aus. Die Wäscheklammern haben nichts zu tun, baumeln sich langweilend so herum und warten gespannt auf die Wunschzettel, die sie bald festhalten dürfen.

Der Tag der offenen Tür kann kommen, wir sind bereit!

Adventskalender: Türchen 24 "Zelt der Beduinen"

Passend zu unserer neuen Sonderausstellung "Brisante Begegnungen - Nomaden in einer sesshaften Welt" öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus "Kleines abc des Nomadismus", herausgegeben von Annegret Nippa.

Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?

 

Zelt der Beduinen

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„Das Haus aus Ziegenhaar“ bringen Frauen mit in die Ehe, wohingegen Männer eine „Familienherde und Weidegründe“ zusteuern. „Sie hat die Zeltbahnen gewebt, nach Bedarf ausgebessert oder durch neue Bahnen ersetzt“, „[...] es gehört ihr“.

„Das Zelt ist schnell auf- und abgebaut“, was vor allem dann praktisch ist, wenn Lager während der Sommerzeit nur „für einige Wochen oder auch nur für einige Tage aufgeschlagen“ werden.

Eine ältere Frau erinnert sich an den Anblick eines neuen Zeltes in Form eines Lieds: „Ach, mein Haus aus Ziegenhaar auf zwölf Pfosten / Unter dir schläft mein Geliebter / Mit den schönen schwarzen Augen.“

(Zusammengefasst aus "Kleines abc des Nomadismus", Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 252-253)

 

 

Adventskalender: Türchen 23 "Yak"

Passend zu unserer neuen Sonderausstellung "Brisante Begegnungen - Nomaden in einer sesshaften Welt" öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus "Kleines abc des Nomadismus", herausgegeben von Annegret Nippa.

Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?

 

Yak

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Auch Grunzochse genannt, kann ein Yak (männlich; weiblich dir) „in Höhen bis zu 5.700 Metern weiden und verträgt Temperaturen bis minus 40°C“. Nor bedeutet Reichtum und Besitz, ist gleichzeitig auch die Sammelbezeichnung für alle Rinder, worin sich auch ihre „hohe wirtschaftliche Bedeutung“ ausdrückt.

Sie „dienen als Last- und Reittiere und liefern einen wichtigen Teil der Nahrung“.

(Zusammengefasst aus "Kleines abc des Nomadismus", Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 250-252)