Museum für Völkerkunde Hamburg http://voelkerkundehh.posterous.com Der Blog posterous.com Wed, 09 Nov 2011 02:38:00 -0800 Lieblingsstücke: Zeitlos schönes Gold http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-zeitlos-schones-gold http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-zeitlos-schones-gold

Vorgestellt von Hanna Prill
Leiterin Besucherinformation

Prill

Eine runde Brustplatte mit einem eingearbeiteten Gesicht, hergestellt aus silberhaltigem Goldblech.
Dieses Stück befindet sich in der Ausstellung „Schätze der Anden“, genauer bei den Schätzen aus Platingold der Region Jama an der Nordküste Ecuadors. 
Für mich besitzt Schmuck aus Gold schon immer eine zeitlose Schönheit, die sich auch in diesem Objekt widerspiegelt. Das sorgfältig herausgearbeitete Gesicht auf der Brustplatte versprüht eine spezielle Ausdruckskraft, die ihm auch heute noch eine interessante und besondere Ausstrahlung verleiht.
Bereits während des 1. Jahrtausends v. Chr. Wurde im Gebiet des heutigen Ecuador Gold und Kupfer verarbeitet. Wenn man bedenkt, dass dieses Objekt ein solches Alter besitzt und dabei heute immer noch eine klassische Schönheit offenbart, finde ich das sehr faszinierend.

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1609405/ava.jpg http://posterous.com/users/cPuNiRch3P8ZI Museum für Völkerkunde Hamburg voelkerkundehh Museum für Völkerkunde Hamburg
Wed, 09 Nov 2011 02:37:09 -0800 Lieblingsstücke: Mensch-Skorpionwesen http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-mensch-skorpionwesen http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-mensch-skorpionwesen

Vorgestellt von Claudia Chávez de Lederbogen, M.A.
Ethnologin, Museumspädagogin im Museum für Völkerkunde

Skorpion-b

Das Objekt aus getriebenem Goldblech ist in der Schatzkammer zu sehen und wird der Chimú-Kultur in Nordperu zugeschrieben (1000 – 1470 n. Chr.). Ich finde das Objekt beeindruckend, weil es so klein ist und trotzdem viele Details hat. Das zeigt, dass der Metallkünstler hier Feinstarbeit geleistet hat: die kleinen Perlen, die den Schwanz-Stachel ausmachen, sind hohl gehämmert und nicht gegossen. Der Skorpion hat ein menschliches Gesicht, Finger und Zehen, trägt den Kopfschmuck eines Königs oder Götterwesens, ist aber an sich eben ein Skorpion.
Mich fasziniert die Genauigkeit der Ausführung, die eine genaue Betrachtung des echten Tieres voraussetzt, aber auch die Interpretation, die in dieser Figur enthalten ist: Ist es nun ein Tier? Ist es ein Gott? Ist es das Abbild einer Herrscherpersönlichkeit? 
Im Grunde genommen ist in diesem Miniaturgegenstand eine komplette Weltanschauung enthalten. Das Objekt wirft in uns Betrachtern eher Fragen auf und gibt uns kaum Antworten auf diese Weltanschauung, die wir nur erahnen können. An der Präzision der technischen Arbeit dieses Objekts hingegen kann ich mich als Betrachterin konkret im Hier und Jetzt vor der Vitrine in der Schatzkammer des Museums erfreuen.
Ich verbinde mit dem Objekt Phantasie und Strenge – mich persönlich nimmt es auf eine imaginäre Zeitreise mit.

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1609405/ava.jpg http://posterous.com/users/cPuNiRch3P8ZI Museum für Völkerkunde Hamburg voelkerkundehh Museum für Völkerkunde Hamburg
Wed, 09 Nov 2011 01:55:00 -0800 Lieblingsstücke: Heelah - der Stein-Rabe im Foyer http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-heelah-der-stein-rabe-im-foye http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-heelah-der-stein-rabe-im-foye

Vorgestellt von Julia Grosser, Assistentin Marketing und Presse

Dsc_01921

An meinem ersten Arbeitstag im Museum hat mich der riesige Basalt-Rabe Heelah im Foyer begrüßt. Massig und doch irgendwie friedlich stand sie da und schien über das gesamte Museum zu wachen. 
Nach der indianischen Kultur werden in Situationen, in denen eine wichtige Entscheidung ansteht, die Ältesten um Rat gefragt. Um sie anzurufen benutzen Indianer die heilige Pfeife. Als den indianischen Künstler David Seven Deers die Bitte aus Hamburg erreichte, das Museum für Völkerkunde bei der Ausstellung „Indianer Nordamerikas – Eine Spurensuche…“ zu unterstützen, bediente sich David dieses traditionellen Rituals, um zu erfragen, wie er in Hamburg helfen könne. Während des Gebets kam vom Bergkamm ein weiblicher Rabe auf David zugeflogen, landete auf seiner Veranda und riet ihm, nach Deutschland zu gehen, um zu helfen, und von ihr, Heelah, zu berichten. 
Dass Heelah auf diese spannende Weise Teil unseres Museums wurde, versinnbildlicht für mich den Glauben an die Bedeutung von Traditionen und Kultur, den das Museum für Völkerkunde vermitteln will. Der Rabe ist ein Symbol der Freundschaft und der Verständigung und seine Geschichte zeigt, wie faszinierend es sein kann, sich für andere Kulturen zu öffnen.

Später habe ich erfahren, dass es Glück bringt, wenn man Heelah berührt. Das tue ich nun ab und zu und glaube ganz fest an ihre Kraft!

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1609405/ava.jpg http://posterous.com/users/cPuNiRch3P8ZI Museum für Völkerkunde Hamburg voelkerkundehh Museum für Völkerkunde Hamburg
Wed, 09 Nov 2011 01:52:00 -0800 Lieblingsstücke: Ein kirschroter Cadillac http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-ein-kirschroter-cadillac http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-ein-kirschroter-cadillac

Vorgestellt von Fenja Nolte
Ehemalige FKJ-lerin in der Marketingabteilung des Museums für Völkerkunde

Cadillac

Besonders fasziniert mich der indianische Cadillac aus den 1970er Jahren, der nun seit 2008 seinen Platz in der Indianerausstellung des Museums gefunden hat. 
Jedes Mal, wenn ich an ihm vorbei gehe erinnert er mich an die zwei Touren durch die USA, die ich mit meiner Familie in den letzten Jahren unternommen habe. 
Sehe ich den Cadillac so tauchen vor meinem Auge unendlich lange, in rote Abendsonne getauchte Highways auf, von denen man sich, geleitet von der Sorglosigkeit des Seins ins scheinbare Nirgendwo treiben lässt um dann doch an genau dem Ort anzukommen den man am wenigsten erwartet hat. 
Für mich bedeuten diese Art von Autos einfach nur Freiheit, Sommer und Rock´n Roll und jedes Mal wenn ich dieses Gefährt an seinem Platz stehen sehe wird mein Arbeitstag im Museum noch ein kleines bisschen schöner.

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1609405/ava.jpg http://posterous.com/users/cPuNiRch3P8ZI Museum für Völkerkunde Hamburg voelkerkundehh Museum für Völkerkunde Hamburg
Wed, 09 Nov 2011 01:46:00 -0800 Lieblingsstücke: Rabe befreit die Menschheit http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-rabe-befreit-die-menschheit http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-rabe-befreit-die-menschheit

Vorgestellt von Norbert Renelt
Technischer Leiter, Abteilung Technik und Archive

78_42_12_farbe

Mein Lieblingsstück steht in unserer Indianerausstellung.
Die kleine Skulptur wurde aus Argillit gefertigt und zeigt einen 
mythischen Raben, der an der Nordwestküste Kanadas sowohl Kulturbringer als auch Spaßvogel war. Er sitzt auf einer riesigen Muschel, von der es heißt, dass aus ihr Menschen hervor blicken, die bisher in ihr gewohnt hatten. Der Rabe half ihnen, indem er die Muschel weit öffnete und so den Menschen ermöglichte auf die Erde zu gelangen.

Mir gefällt der Rabe sehr, da er für mich Menschlichkeit und Spaß mit Mythologie verbindet und uns so Ungreifbares näher bringt.

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1609405/ava.jpg http://posterous.com/users/cPuNiRch3P8ZI Museum für Völkerkunde Hamburg voelkerkundehh Museum für Völkerkunde Hamburg
Wed, 09 Nov 2011 01:44:00 -0800 Lieblingsstücke: Hareicha-Masken http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-hareicha-masken http://voelkerkundehh.posterous.com/lieblingsstucke-hareicha-masken

Vorgestellt von Verena von Bodelschwingh
Ehemalige Volontärin im Museum für Völkerkunde

_dsc0055

Meine Lieblingsstücke sind die beiden mehr als 10 Meter hohen Hareicha-Masken im Gewölbesaal des Museums.
Sie stammen vom Volk der Baining von der sog. Gazelle-Halbinsel Neubritanniens in Papua-Neuguinea. Die gebirgige tropische Region mit aktiven Vulkanen, die ich mir als Szenenbild für diese imposanten Masken vorstelle, machen sie umso spannender. Aber auch hier im hohen Gewölbesaal des Museums strahlen sie etwas ganz Besonderes aus. Kleinen Kindern mögen sie ob ihrer Größe Angst einjagen (so auch meinem Sohn), aber wenn man genauer hinkuckt, sehen sie doch freundlich und schön aus (als mein Sohn älter war, hat er sich davor gestellt und ihre Armstellung und ihren Gesichtsausdruck nachgeahmt).

Die bis zu 12 Meter hohen „Hareicha“ genannten Masken geben der Forschung noch immer Rätsel auf. Wenig ist über diesen beeindruckenden Maskentypus bislang gesichert. Die Masken sind aus Rindenbaststoff gefertigt. Und kaum zu glauben, aber wahr: Sie wurden tatsächlich von einem Träger auf dem Kopf getragen! Infolge ihrer enormen Höhe musste also der Maskenträger von anderen Tänzern unterstützt werden, die die Maske mit Bambusstangen und Rotangschnüren ausbalancierten und abstützten.

Ich finde, die weite Reise der beiden Riesen bis hierher ins Museum hat sich gelohnt – denn so machen sie umgekehrt wirklich jeden Museumsbesuch zu einer gefühlten Reise in die weite Welt.

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1609405/ava.jpg http://posterous.com/users/cPuNiRch3P8ZI Museum für Völkerkunde Hamburg voelkerkundehh Museum für Völkerkunde Hamburg