
Die Auswahl war groß und die Entscheidung schwer. Von beeindruckenden Berglandschaften bis zu kuriosen Urlaubsbildern war alles dabei - ihr habt das Nomadische an euch entdeckt.
Schlussendlich konnten wir uns dann aber doch für drei Bilder entscheiden, die uns sehr begeistert und amüsiert haben.
Imke Tegtmeier
Freia Romanowski Ines Gelfert Herzlichen Glückwunsch an die drei Gewinnerinnen! Am Montag geht das Überraschungspaket dann auf Reisen. :)Nicht mehr lange, dann geht unser Gewinnspiel "Entdecke das Nomadische an dir" zu Ende. Schon jetzt kann man sagen, in jedem von uns steckt wenigstens ein kleiner Nomade.
In Anna-Lenas Fall sind das ihre Eltern, die auf einer Wanderung einen wunderschönen Ausblick über Täler und Berge genießen können.
Wie sieht's bei euch aus? Mögt ihr auch lange Wanderungen oder das Zuhause auf der ganzen Welt? Entdeckt das Nomadische an euch! Bis zum 31. Januar 2012 könnt ihr uns noch eure Bilder schicken und ein tolles Überraschungspaket gewinnen!Weite Wiesen, ein unendlicher Horizont und das kribbelige Gefühl der Freiheit im Bauch - etwas Nomade steckt in jedem von uns. Ungebundensein, immer auf der Suche nach etwas, das man doch nicht findet und am Ende ist einfach der Weg das Ziel. Aber wie drückt sich dieser Wunsch, diese romantische Vorstellung des nomadischen Lebens, in unserem Alltag aus? Das wollen wir mit euch zusammen herausfinden!
Ein altes Flugticket, dreckige Wanderstiefel, ein schiefes Zelt - fotografiert einfach alles, was euch zu Nomaden einfällt und was euch vielleicht mit ihnen verbindet. Schickt uns das beste, fantasievollste und kreativste Bild, eure Anschrift und Email-Adresse an
oder per Post an
Museum für Völkerkunde Hamburg
Abteilung Marketing
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg
Das Gewinnspiel läuft vom 01. bis 31. Januar und die drei besten Bilder werden am 05. Februar zur Ausstellungseröffnung von "Wahlverwandtschaften. Imaginationen des Nomadischen in der Gegenwartskunst." hier auf dem Blog gekürt. Gewinnen können die besten drei Bilder ein gut gefülltes Überraschungspaket!
Ran an die Kameras, Webcams und Handys - entdecke das Nomadische an dir!
Passend zu unserer neuen Sonderausstellung "Brisante Begegnungen - Nomaden in einer sesshaften Welt" öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus "Kleines abc des Nomadismus", herausgegeben von Annegret Nippa.
Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?
Zelt der Beduinen
„Das Haus aus Ziegenhaar“ bringen Frauen mit in die Ehe, wohingegen Männer eine „Familienherde und Weidegründe“ zusteuern. „Sie hat die Zeltbahnen gewebt, nach Bedarf ausgebessert oder durch neue Bahnen ersetzt“, „[...] es gehört ihr“.
„Das Zelt ist schnell auf- und abgebaut“, was vor allem dann praktisch ist, wenn Lager während der Sommerzeit nur „für einige Wochen oder auch nur für einige Tage aufgeschlagen“ werden.
Eine ältere Frau erinnert sich an den Anblick eines neuen Zeltes in Form eines Lieds: „Ach, mein Haus aus Ziegenhaar auf zwölf Pfosten / Unter dir schläft mein Geliebter / Mit den schönen schwarzen Augen.“
(Zusammengefasst aus "Kleines abc des Nomadismus", Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 252-253)
Passend zu unserer neuen Sonderausstellung "Brisante Begegnungen - Nomaden in einer sesshaften Welt" öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus "Kleines abc des Nomadismus", herausgegeben von Annegret Nippa.
Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?
Yak
Auch Grunzochse genannt, kann ein Yak (männlich; weiblich dir) „in Höhen bis zu 5.700 Metern weiden und verträgt Temperaturen bis minus 40°C“. Nor bedeutet Reichtum und Besitz, ist gleichzeitig auch die Sammelbezeichnung für alle Rinder, worin sich auch ihre „hohe wirtschaftliche Bedeutung“ ausdrückt.
Sie „dienen als Last- und Reittiere und liefern einen wichtigen Teil der Nahrung“.
(Zusammengefasst aus "Kleines abc des Nomadismus", Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 250-252)
Passend zu unserer neuen Sonderausstellung "Brisante Begegnungen - Nomaden in einer sesshaften Welt" öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus "Kleines abc des Nomadismus", herausgegeben von Annegret Nippa.
Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?
Wolle
Wolle ist weltweit ein sehr bedeutender Rohstoff und das seit sehr langer Zeit. Bei den Nomaden wird in diesem Zusammenhang die Arbeitsteilung von Männern, Frauen, Kindern, Alten und Dienstleistungsnomaden deutlich.
Die Wolle muss vom Tier abgenommen, gereinigt und weiterverarbeitet werden, was einen langen Prozess und viel Arbeit für jeden bedeutet. Dabei entstehen vielfältige Endprodukte wie „schmale und breite Bänder, kleine Taschen für Tabak, Zucker, und Gewürze, Säcke für Getreide, Trockenfrüchte und Zwiebeln sowie passgenaue Umhüllungen für kleine Haushaltsgeräte oder Dachstangen“.
(Zusammengefasst aus "Kleines abc des Nomadismus", Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 246-248)
Passend zu unserer neuen Sonderausstellung "Brisante Begegnungen - Nomaden in einer sesshaften Welt" öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus "Kleines abc des Nomadismus", herausgegeben von Annegret Nippa.
Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?
Völkerwanderung
Hunnen, Goten, Vandalen und Awaren – sie alle sind irgendwann einmal gewandert, meist „zwischen 375 n. Chr. […] und 568“.
„Gemeint ist die Wanderung überwiegend ostgermanischer Völker und Stämme – nach Westen, in deren Verlauf das Weströmische Reich unterging und von germanischen Königreichen abgelöst wurde.“
(Zusammengefasst aus "Kleines abc des Nomadismus", Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 236-237)
Passend zu unserer neuen Sonderausstellung "Brisante Begegnungen - Nomaden in einer sesshaften Welt" öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus "Kleines abc des Nomadismus", herausgegeben von Annegret Nippa.
Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?
Umwelt
Die „sich wandelnde Umwelt“ macht es Nomaden „oft nicht mehr möglich, ihre traditionelle mobile Lebensweise fortzusetzen“. Weiden sind zusehends überlastet, was die Ernähung der Tiere schwierig macht, die oft zusätzlich gefüttert werden müsse oder als Konsequenz die Verkleinerung der Herde nach sich zieht.
Entscheidungen werden bei nomadischen Gruppen immer im Verband oder der Familie getroffen, der Einzelne wird stark eingebunden, was auch auf den „Bereich der Herdenhaltung und Weidennutzung“ zutrifft.
(Zusammengefasst aus "Kleines abc des Nomadismus", Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 232)
Passend zu unserer neuen Sonderausstellung "Brisante Begegnungen - Nomaden in einer sesshaften Welt" öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus "Kleines abc des Nomadismus", herausgegeben von Annegret Nippa.
Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?
Tee
Dass der Fünf-Uhr-Tee der Engländer eigentlich aus China kommt, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Aber wer hätte gedacht, dass auch Nomaden begeisterte Tee-Trinker sind. „Bereits im 8. Jahrhundert wurde Tee nach Tibet exportiert“ und mit Kräutern, Zucker oder Milch, mit ranziger Butter, Salz oder Soda aufgekocht“.
„Zu den nordafrikanischen Nomaden gelangte der Tee über Europa“, der erst „seit 1637 regelmäßig in alle nordeuropäischen Länder“ verschifft wurde.
(Zusammengefasst aus "Kleines abc des Nomadismus", Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 210-212)